Abbé PETER VICTOR BRAUN

Viktor Braun

... hatte

  • kastanienbraunes Haar
  • blaue Augen
  • ein ovales Gesicht
  • ein rundes Kinn
  • eine hohe Stirn
  • eine gerade Nase

... war

  • klein von Gestalt,
  • einfach, spontan und herzlich
  • freundlich, gütig und humorvoll
  • unbefangen, selbstlos, offen für jede Not
  • oft krank, aber voll Unternehmungsgeist und Mut
  • tapfer, voll Vertrauen und Geduld in der Prüfung
  • autoritär und charakterfest, aber demütig und gut
  • eifriger Jünger und Apostel
  • offen für den Heiligen Geist und die Armen
  • Diener der Liebe und Zeuge seiner Zeit

Aus dem Lebenslauf von Victor Braun

5.6.1825 geboren als das neunte von elf Kindern in St. Avold (im Nordosten Frankreichs). Trotz seiner schwachen Gesundheit, trat er in das Priesterseminar in Metz ein.

1851 zum Priester geweiht, war er während einiger Jahre in Lothringen tätig, danach kam er nach Paris/Vaugirard, wo er Anstalts-Geistlicher bei jungen weiblichen Gefangenen wurde.

1859 erkrankte er neuerlich, kehrte zu seiner Familie zurück und wirkte zwei Jahre als Seelsorger in Dourd’hal. Nachdem er sich erholt hatte, ging er nach Paris zurück.

1862 trat er bei den „Brüdern des hl. Vinzenz von Paul“ ein und arbeitete in der Kirche „Unserer lieben Frau von der Huld“, war Beichtvater in der Kirche „Unserer lieben Frau von Nazareth“ und im Heiligtum „Unserer lieben Frau vom Siege“. Außerdem betreute er die Lehrlinge. Während dieser Zeit gründete er ein Heim für stellenlose deutsche Dienstmädchen.

1866 weihte er am 17. Oktober seine ersten Mitarbeiterinnen dem heiligsten Herzen Jesu – dies war der Gründungstag der Kongregation der Dienerinnen des heiligsten Herzens Jesu.

1868 bestätigte Monsignore Mabille (Bischof von Versailles) die neue Gründung der „DIENERINNEN des heiligsten HERZENS JESU“. Diese umfasste damals schon drei Schwesterngemeinschaften.

1870 erster Anfang in England.

1873 Ausbreitung nach Österreich, sowie in Frankreich wirkten die Schwestern im Dienste an armen Kranken, an Waisenkindern, an Alten und an den Dienstmädchen.

18.5.1882 stirbt er erschöpft in Argenteuil (Frankreich) und hinterließ eine Kongregation mit 400 Mitgliedern in drei „Provinzen“ (Frankreich, England, Österreich).

Viktor Braun

Viktor Braun

SEIN ERBE

„Die Liebe zu Gott ist die erste Pflicht,
der Hauptzweck und die Hauptaufgabe unseres Daseins.
Die Verehrer des heiligsten Herzens Jesu
sollen ein großes Verlangen nach dieser Liebe in sich tragen.“

„Vater Stifter“, wie Victor Braun von seinen Schwestern genannt wird,
nahm oft Zuflucht zur Mutter Gottes und betete:

„Maria, du unsere Mutter!
Erweise dich deinen Kindern gnädig
und geleite sie sicher zum Hafen des Heils.
O Maria; du meine liebevolle Mutter!
Du bist nach Jesus meine ganze Hoffnung.
Ich lege meine Seele in deine Hände.“

Die Herz Jesu Verehrung, die ihm am Herzen lag,
spiegelte sich in seinem täglichen Abend-Gebet:

„Öffne mir dein Herz, o Jesus, denn es ist die Heimat meiner Seele.
Möge mein Herz mit deinem immer vereint sein.
Herr, in deine Hände befehle ich meinen Geist!
Verlass mich nicht, o Mutter der Barmherzigkeit,
beschütze mich in dieser Nacht und in der Stunde meines Todes. Amen.“


SELIGSPRECHUNG

Der Seligsprechungsprozess:

  • 17.10.1991: Eröffnung des diözesanen Untersuchungsverfahrens in Wien

  • 9.6.2003: Abschluss des diözesanen Untersuchungsverfahrens in Wien

  • 4.5.2007: Gültigkeitsdekret der diözesanen Untersuchung (ausgestellt
    von der Kongregation für Heilig- und Seligsprechungsverfahren in Rom);
    infolgedessen durch P.Roger Laberge R.S.V. (= Postulator) Nominierung
    eines „Relatore“ (= eines Experten, der die Konstruktion einer „Positio“
    oder Synthese des Lebens und der Tugenden des Dieners Gottes Victor Braun
    erarbeiten wird): Dominikanerpater Daniel Ols + Mitarbeiterin: Fr. Di Brizzi

  • das Verfahren wird von der zuständigen vatikanischen Behörde fortgesetzt

Gebet um seine baldige Seligsprechung:

Gott, unser Vater, wir danken dir,
dass du deinen Diener Victor Braun
berufen hast, den übergroßen Reichtum
des Herzens deines Sohnes, Jesus Christus,
uns und besonders den Armen zu offenbaren.
Nach seinem Beispiel und mit der Kraft
des Heiligen Geistes lass uns Zeugen
deiner Barmherzigkeit in der Welt
und unserer Zeit sein.
Auf seine Fürsprache gewähre uns
die Gnade …, um die wir bitten.
Wenn es deinem Willen entspricht,
lass einst sein Wirken ein Beispiel
der Heiligkeit für die ganze Kirche sein.
Amen.

Literatur:

  • P. Ferdinand Frodl S.J., Viktor Braun, Ein Bannerträger der Liebe, 1934,
    Verlag Anton Pustet Salzburg.
  • Ferdinand Frodl, Viktor Braun – nositel pochodne lásky, 2005,
    Karmelitánské
    nakladatelství, Kostelní Vydrí.
  • Lucien Henrion, La vie du Seviteur de Dieu Pierre Victor Braun (1825-1882)
    – Enfant de Saint-Avold (Moselle), 1999, l’Imprimerie Léon LOUIS.
  • Rosemary Clerkin SHJM, A Heart for Others, 1983, Chigwell.

Verweis auf die Homepage:

>> http://newsaints.faithweb.com/year/1882

Bitte, bei Anfragen, Gebetsanliegen oder Gebetserhörungen
nehmen Sie Kontakt auf mit:

Sekretariat Victor Braun
Keinergasse 37
1030 Wien
E-Mail: schwestern@herzjesu.wien


Rundbriefe (PDF zum Downloaden):